A13 für alle: Niedersachsen gleicht Einstiegsbesoldung für Lehrkräfte an

In Niedersachsen gibt es für einige Lehrergruppen ab Sommer 2024 rund 300 Euro mehr Einstiegsgehalt (Quelle: Unsplash

Hannover. Lehrkräfte in Niedersachsen können ab dem 1. August 2024 mit mehr Geld rechnen. Anfang der Woche stellte die Rot-Grüne Landesregierung das Verhandlungsergebnis vor, mit dem die Verdienstlücke von Grund-, Haupt-, und Realschullehrer zu den Kollegen an den Gymnasien geschlossen werden soll: Künftig steigt die TVÖD-Gehaltsstufe von A12 auf A13, was ein Plus von einigen hundert Euro pro Monat bedeutet.

Wie Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) ankündigte, geht mit der neuen Gehaltsstufe ein Plus von rund 300 Euro einher, was für den Landeshaushalt zusätzliche 69 Millionen Euro, später knapp 180 Millionen Euro bedeute. Hamburg sprach von einem “finanziellen Kraftakt” für Niedersachsen, das aktuell mit einer angespannten Haushaltslage zu kämpfen hat. Niedersachsen sei mit dem Schritt jetzt der erste westdeutsche Flächenstaat, der die Einstiegs-Besoldungsstufe A13 einheitlich umsetze. Damit will das Land attraktiver für Lehrkräfte werden – verbunden zunächst mit der Hoffnung, die bestehende Abwanderung in Nachbarländer wie Nordrhein-Westfalen zu stoppen.

Die Bildungsgewerkschafte GEW würdigte die Maßnahme als “fairen Schritt in die richtige Richtung.” Es sei bereits seit längerer Zeit nicht mehr so, dass Grundschullehrer kürzer studieren würden als ihre Kollegen an anderen Schularten. „Damit wird der Lehrkräfteberuf auch in Niedersachsen an den nicht-gymnasialen Schulformen endlich attraktiver. Niedersachsen ist eines der letzten Bundesländer, das Lehrkräfte an den Ober-, Real-, Haupt- und Grundschulen schlechter als die übrigen besoldet”, erklärte der Vorsitzende des Verbandes Niedersächsischer Lehrkräfte VNL, Torsten Neumann.

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