Klein aber fein – Nützliche Tools die deinen Schulalltag smarter machen

Gepostet von
Armend Kokollari
|
18
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December 2022
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Klein aber fein – Nützliche Tools die deinen Schulalltag smarter machen

Im dritten Teil unserer Themenwoche widmen wir uns Hilfstools, die sich schnell und einfach in den Unterricht integrieren lassen. Damit gestaltet ihr euren Unterricht digitaler und sorgt gleichzeitig für mehr Entlastung im Vergleich zu längst überholten analogen Varianten. Wir werden euch einige nützliche Helferlein, die sowohl für Lehrkräfte als auch für Schüler:innen gedacht sind, näher vorstellen.

Entzettelt: Digitalisiere deinen Schulalltag

Mit der App entzettelt wird Schüler:innen ein lern- und entwicklungsförderndes Feedback durch die Lehrkräfte ermöglicht, bei der die Bewertung über Noten hinausgeht. Damit möchte die App eine Antwort auf das in vielen Branchen bereits fest etablierte Arbeiten mit mobilen Geräten wie Tablets oder Laptops finden. Lehrer:innen, die ihren Arbeitsplatz mehrfach täglich wechseln, wird damit eine Lösung geboten, mit der man auf alle Schüler:innen, Klassen oder Gruppen zurückgreifen kann – unkompliziert, ortsunabhängig und datenschutzkonform. Mit den individualisierbaren Listen lassen sich Listen zu jedem Anlass erstellen. Diese reichen von Hausaufgaben bis hin zu Notenübersichten. Außerdem lassen sich einzelne Beobachtungslisten erstellen, Kompetenzen erfassen, Ergebnisse von Klassenarbeiten detailliert und aussagekräftig notieren oder Checklisten und Rücklauflisten erstellen. Es ergeben sich quasi unzählige Möglichkeiten zur Dokumentation des Schulalltags.

Die wichtigsten Funktionen in der Übersicht:

Kerngedanke der App ist die Digitalisierung des Lehrer-Schreibtisches. Mit der ersten Funktion wird diesem Versprechen durch die Verwaltung von Schüler:innen und der Zuweisung in Klassen, Gruppen oder Jahrgängen nachgekommen. Auf dem Startbildschirm lassen sich diese Aktionen über die oberen drei Button ansteuern. Aufgeteilt werden diese einerseits in “Schüler:innen” zum Anlegen und Aktualisieren neuer und bestehender Schüler:innen. In einem weiteren Schritt können die angelegten Schüler:innen den verschiedenen "Klassen", die zuvor erstellt wurden, zugeordnet werden. In der Pro-Version erweitern sich die Strukturierungsmöglichkeiten durch die zusätzliche Option “Gruppen”. Damit lassen sich nach dem gleichen Prinzip Teile einer Klasse oder Kinder aus verschiedenen Klassen zusammenfassen.

  • Das Büro wird auch als Herzstück bezeichnet. Neben diversen Listen, wie zum Beispiel einfache Checklisten oder Rücklauflisten, lassen sich hier Klassenarbeiten perfekt organisieren und auswerten. Je nach Listenart werden mittels verschiedener Variablen wie Name, Farbe (Unterrichtsfach) und Schüler:innen noch gezieltere Listen angelegt. 
  • Mit dem Kalender lassen sich alle Informationen nicht nur in der chronologisch korrekten Reihenfolge anzeigen; man hat die Möglichkeit, Termine zu planen. Besonders praktisch ist die Synchronisierung der Geburtstage von Schüler:innen und der Schulferien in Deutschland, so verpasst man kein wichtiges Ereignis mehr.
  • Um die Zusammenarbeit mit Kolleg:innen, die entzettelt benutzen, zu vereinfachen, kann man sich im Kollegium miteinander vernetzen und Inhalte untereinander teilen. Mit der Option, verschiedene Rechte an ausgewählten Elementen an Kolleg:innen zu übertragen, können der Zugriff auf Anwesenheitslisten untereinander erteilt und Eintragungen darin vorgenommen werden. Das funktioniert auch mit Listen zur Mitarbeit oder zum Arbeitsverhalten. Besonders förderlich ist das Kollegium Feature damit für den multilateralen Austausch zu Schüler:innen.

Durch die spezielle Programmierung als “Progressive Web App” (PWA) ist es möglich, entzettelt auch im Offline-Modus zu nutzen. Dadurch lässt sich auch bei Netzausfällen oder Internetabbrüchen zuverlässig auf den digitalen Schreibtisch zugreifen. Dadurch wird die nötige Flexibilität geboten, die aufgrund des Zeitmangels im Schulalltag von besonderem Vorteil ist. Näheres zu den Versionen, in denen entzettelt erhältlich ist, und die Preise für die Lizenzen könnt ihr hier einsehen.

Online-Übersetzer: Google Translate versus DeepL

Sowohl Google Translate als auch DeepL zählen zu den beliebtesten und am häufigsten genutzten Übersetzungstools. In den Anfängen des Übergangs von analogen Übersetzern bis hin zu den zeitgemäßen Online-Übersetzern war Google Translate das wohl etablierteste Tool zur Fremdsprachenübersetzung. Für die gängigsten Fremdsprachen an Schulen nutzt Google mit Neutral Machine Translation System (GNMT) eine verbesserte Version, die wie DeepL auf neuronalen Netzwerken basiert. Das bedeutet konkret, dass nicht jedes Wort einzeln zu einem Kauderwelsch übersetzt wird, sondern ganze Sätze und Wörter in Kontext zueinander gesetzt werden und oftmals die jeweiligen orthografischen Standards erfüllen. Bei Google Translate befindet sich das Eingabefeld für die zu übersetzenden Texte links und das Ausgabe- oder Ergebnisfeld, erscheint nach einem kurzen Puffer rechts auf dem Bildschirm.

DeepL behauptet von sich selbst, “der präziseste und differenzierteste maschinelle Übersetzer der Welt” zu sein. Die künstlichen neuronalen Netzwerke von DeepL laufen auf einer Art Supercomputer in Island. Laut DeepLs eigenen Informationen sind die Übersetzungen dreimal besser als die der Konkurrenz. Die neuronale Übersetzungsmaschine hat das Software-Unternehmen mit mehr als 5.100.000.000.000.000 (5,1 Billiarden) Rechenoperationen pro Sekunde trainiert und ist dadurch so leistungsstark, dass eine Million Wörter in weniger als einer Sekunde übersetzt werden. Die Benutzeroberfläche folgt demselben Schema wie Google Translate. Die Option, sich auch Synonyme oder alternative Formulierungen anzeigen zu lassen, per Klick auf das zu verändernde Wort im Satz, eignet sich hervorragend zur Verbesserung des eigenen Wortschatzes und dem Gebrauch abwechslungsreicher und ansprechender Sätze. Wie auch bei dem Google Translator ist die Texteingabe auf ca. 5.000 Zeichen beschränkt, diese Einschränkung kann jedoch sehr einfach durch mehrmaliges Löschen und erneuter Eingabe des folgenden Textabschnitts umgangen werden. Auf den Schulunterricht bezogen lassen sich anspruchsvollere Gedichte oder philosophische Texte demnach mit DeepL zuverlässiger übersetzen. Einzelne Vokabeln und einfach gehaltene Texte hingegen können unkompliziert von beiden Tools bespielt werden, ohne dass es dabei einen merklichen Unterschied gibt. In einem Blindtest, in dem die Übersetzungsqualität von DeepL unter anderem mit dem Translator von Google verglichen und von professionellen Übersetzern beurteilt wurde, gewannen DeepLs Übersetzungen dreimal so häufig wie die der Konkurrenz.

Im direkten Vergleich schneidet der Übersetzer des Kölner Start-Ups DeepL damit deutlich besser ab als der seit 2006 bestehende Google Translator. Vor allem bei komplexeren Texten und Satzkonstruktionen schaffen es die Übersetzungen von DeepL, einzelne Wörter in ihrem Kontext zu verstehen und auf dessen Grundlage präzisere Sätze zu fassen. Neben dem technologischen Fortschritt und dem schier endlosen Zugriff auf inzwischen sehr viele Fremdsprachen durch die Nutzung der vorgestellten Übersetzungstools möchten wir vor diesem Hintergrund auch kritisch auf die Verwendung von digitalen Übersetzern im Schulalltag blicken. Durch den leichten Zugang zu Online-Übersetzern wie Google Translate und DeepL müssen Lehrkräfte in Zukunft nicht nur häufiger abwägen, welche Schüler:innen sehr viel Zeit und Mühe in den Aufsatz gesteckt haben und welche ihren Text lediglich durch den Übersetzer gejagt und die generierten Vorschläge stumpf übernommen haben. Vielmehr erschließt sich eine viel weitreichendere Frage: Welchen Anreiz haben Schüler:innen in Zukunft überhaupt noch eine Fremdsprache zu lernen, wenn es eine intelligente Maschine gibt, die sich jederzeit bespielen lässt und diesen Job binnen Sekunden für sie ausführt? 

Wir möchten den Teufel nicht gleich an die Wand malen, natürlich sollen Schüler:innen ganz dem eigenen Interesse nach auf Übersetzungstools zurückgreifen können. Diese stärken nicht nur Digitalkompetenz, sondern auch das Interesse, sich proaktiv mit diversen Sprachen, die im Fremdsprachenangebot der Schule nicht bereitgestellt werden können, auseinanderzusetzen. Nichtsdestotrotz ist das Lernen von neuen Sprachen in einer globalisierten Welt sehr hilfreich und mittlerweile nahezu unverzichtbar geworden, um mit möglichst vielen Menschen aus unterschiedlichen Regionen der Welt kommunizieren zu können. Dabei zeichnet sich insbesondere der Fremdsprachenunterricht an Schulen, im Gegensatz zu Online-Übersetzungstools, vor allem durch das Erleben von Sprache in all ihren Nuancen, dem wechselseitigen Austausch in einer Gruppe und alltagsnahen Gesprächen aus. Der Sprachunterricht an Schulen schafft somit als Ergänzung zu den unbegrenzten Möglichkeiten durch Online-Tools ideale Rahmenbedingungen für eine selbstständige und kompetente Sprachverwendung.

Quiz Apps: Mentimeter und QuizAcademy

Neben den bereits genannten Tools erfreuen sich Quizprogramme immer größerer Beliebtheit. Sie sollen den Unterricht auf spielerische Art und Weise bereichern und abwechslungsreicher gestalten. Dabei helfen sie, ein vorgegebenes Thema näher an die Schüler:innen heranzuführen, und bieten damit einen Kontrast zu herkömmlichen Lehrmethoden wie Vorträge oder Frontalunterricht.

Mentimeter verspricht, das Wissen der Schüler:innen durch interaktive Präsentationen zu ersetzen, in denen Fragen, Abstimmungen, Quizze, Folien, Fotos, GIFs und weitere Medien ergänzt werden können. Dabei liegt der besondere Fokus von Mentimeter auf Live-Quizzen. Für Schulen gibt es zudem eine Education-Version, die mit weiteren Rabatten für Schüler:innen und Lehrkräfte lockt. Die App selbst ist auf Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch und Portugiesisch verfügbar, wodurch sie auch hervorragend in den Fremdsprachenunterricht integriert werden kann. Ihr könnt Mentimeter im Browser verwenden oder bei iOS und Android Geräten die App downloaden. Für die Teilnahme an Quizzen benötigen die Schüler:innen keinen eigenen Account. Weitere Einzelheiten zu den Features und Quiz-Regeln findet ihr auch in unserem Service-Artikel über Mentimeter.

Bei QuizAcademy wird Datenschutz groß geschrieben. So speichert und verwendet die App vergleichsweise wenig Daten – von Schüler:innen werden keine eigenen Konten benötigt. Als Lehrkraft kann man ähnlich wie bei Mentimeter eigene Quizze, Karteikarten und Umfragen anlegen, seinen Schüler:innen zur Verfügung stellen und die Ergebnisse analysieren. Hinsichtlich der Features in der School Edition unterscheidet sich QuizAcademy nicht großartig von ihren Konkurrenten. Lehrkräfte können Kurse erstellen, beispielsweise zu einem bestimmten Unterrichtsfach wie Deutsch oder Mathe und diese mit Inhalten befüllen. Schüler:innen können mittels Karteikarten im Web und in den Apps für Android und iOS jederzeit und überall (auch offline) für die Kursinhalte lernen und ihren eigenen Lernstand überprüfen. Ein Manko ist sicherlich, dass lediglich ein Kurs erstellt werden kann und E-Prüfungen auf fünf Teilnehmer:innen begrenzt sind. Hinzu kommen die kostenpflichtigen Lizenzen, über die Nutzer:innen und Kursanzahlen bestimmt werden. Eine Preisübersicht für die Education-Pakete findet ihr hier. Alle weiteren Informationen zur App findet ihr in unserem ausführlichen Service-Artikel.

Habt ihr die genannten Tools bereits ausprobiert? Wie waren eure Erfahrungen? Gibt es weitere Apps oder Helferlein, die für euch unbedingt zur digitalen Lehre gehören und von uns in Zukunft vorgestellt werden sollten? Schreibt uns eure Empfehlungen in die Kommentare!

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