Linksfraktionschef Bartsch fordert “Zeitenwende” für Bildungssystem

Von
Franziska Bach
|
25
.
February 2023
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Dietmar Bartsch im Bundestag (Quelle: Commons)

Berlin. Noch zwanzig Jahre wird der Lehrermangel andauern, was ihn zum Problem werden lässt. Das versprechen Prognosen aus einem Bericht der SWK zu Beginn des Jahres. Eine “Zeitenwende im Bildungssystem” fordern jetzt die Linken und wenden sich über das deutsche Redaktionsnetzwerk mit ihren Forderungen an die höchste Entscheidungsinstanz. 

"Wenn sich Schulen wegen des eklatanten Lehrermangels gezwungen sehen, mit einer Vier-Tage-Woche zu drohen, dann ist es höchste Zeit, Bildung zur Priorität im Kanzleramt zu machen", sagte Bartsch. 

Seine Wahl fällt damit auf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), der als Sprachrohr für eine neue Bildungswende eintreten soll. Bartschs Wortfindungen zu den andauernden Lehrstellen haben ihn weiterhin dazu veranlasst, generelle Tatsachen zur drohenden Bildungskatastrophe anzubringen und nahm in seinen Äußerungen insbesondere Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) in die Kritik, mit der Situation überfordert zu sein. Damit drückte er gleichzeitig die Notwendigkeit eines “Masterplans” aus, der seinem Vorschlag nach zunächst mit einem Bildungsgipfel von Bund und Ländern im Kanzleramt beginnen solle, um der Entwicklung eines solchen näherzukommen. Der Lehrermangel sei "nur die Spitze des Eisbergs in einem vielfach maroden System mit oft indiskutabler Infrastruktur", führte Bartsch fort. Ferner bezeichnet er die Bildungspolitik der Ampel als "Totalausfall" – “100 Milliarden Euro Sondervermögen für die Bundeswehr, aber nur eine Bildungsmilliarde” sei eine absurde Entscheidung. 

Ende Januar meldeten die deutschen Kultusministerien dem RND insgesamt 12.341 unbesetzte Lehrstellen. Dem Lehrerverband zufolge liege die tatsächliche Zahl der Lehrstellen „irgendwo zwischen 32.000 und 40.000” – Auf eine Zeitenwende wird, vor allem von Lehrer:innen selbst, schon lange gewartet. Ob Bartschs Worte ausreichen und die Bundesregierung tatsächlich einen Wandel vollzieht, werden die nächsten zwei Jahrzehnte zeigen, in denen es Zeit gibt, Dinge zu verändern, um diese nicht zu verlängern.

Was meint ihr, steckt hinter dem von Bartsch gewünschten ”Masterplan”? Meint er damit auch, den Bildungsföderalismus allmählich aufzudröseln? Schreibt uns die Lösungsvorschläge und Maßnahmen, sowie eure Einschätzungen in die Kommentare. 

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