Bayern legt Förderprogramm mit 20 Millionen an

Das bayrische Staatswappen

Ist Bayern wieder an der Bildungsspitze? Das Bundesland baut die Angebote zur individuellen Förderung von Schüler:innen durch das Programm gemeinsam.Brücken.bauen deutlich aus. Kultusminister Prof. Dr. Piazolo sagte dazu: “Unsere Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte haben in den vergangenen Wochen im Distanzunterricht Großes geleistet. Dafür verdienen sie großen Respekt. Dennoch muss man ehrlich sein: Distanzunterricht ist nicht dasselbe wie Präsenzunterricht – der direkte Draht zueinander fehlt hier einfach. Manche Schülerinnen und Schüler tun sich schwer, wenn sie alleine vor dem Rechner sitzen. Da sinken Motivation und Leistungsbereitschaft. […] Deswegen kommt es mir in den kommenden Monaten vor allem auf zwei Bereiche an: Förderung des Lernens und Unterstützung der sozialen Kompetenzen.“

Finanzielle Mittel werden deutlich erhöht

Der Bayerische Ministerrat hat in einem ersten Schritt 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Förderung aufzusetzen. Außerdem erhofft sich Piaziolo zusätzliche Gelder vom Bund aus der sogenannten Bildungsmilliarde.

Die entsprechenden Gelder sollen zum einen in mehr Personal fließen. Dadurch sollen die Schüler:innen im Regelunterricht besser gefördert werden. Die Schulen erhalten dabei eine relativ große Freiheit, ob sie zum Beispiel Zusatzstunden anbieten wollen oder welche Fächer bei ihnen eine größere Förderung benötigen.

gemeinsam.brücken.bauen
Bei dem Tutorium Schüler helfen Schülern geht es auch um soziale Kompetenzen

Zusätzlich wird ein Tutorenprogramm “Schüler helfen Schülern” aufgesetzt. Hier sollen ältere Schüler:innen jüngere begleiten und ihnen fachliche und soziale Kompetenzen näher bringen. Ebenfalls werden außerschulische Aktivitäten wie Chöre, Fußballmannschaften und Ähnliches gefördert.

gemeinsam.Brücken.bauen in den Sommerferien

Das Programm gemeinsam.Brücken.bauen wird es Schüler:innen außerdem ermöglichen, Lernrückstände in den Sommerferien wieder aufzuholen. So setzen die Schulen mit der freiwilligen “Sommerschule 21” in der ersten und letzten Ferienwoche nachhaltige Akzente in den schulischen Kernbereichen. Außerdem bietet der Bayerische Jugendring ein freizeitpädagogisches Ferienprogramm für alle Ferien an.

Für das kommende Schuljahr 2021/ 2022 sollen die Themen Binnendifferenzierung und individuelle Förderung die pädagogischen Leitthemen für die bayerischen Schulen werden. Dazu wird ein neues ISB – Portal (Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München) pädagogische Unterstützung, best-practice-Beispiele und konkretes Unterrichtsmaterial liefern.

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