KI Festival Heilbronn lädt ein zum Umgang mit neuer Technologie

KI Festival Heilbronn lädt ein zum Umgang mit neuer Technologie

(Quelle: KI-Festival)

Heilbronn. Künstliche Intelligenz (KI)  gewinnt in der heutigen Welt immer mehr an Bedeutung. Anwendungen wie ChatGPT bieten noch nie dagewesene Möglichkeiten für den Alltag und im Unterricht, ihr Einsatz wird von der Mehrheit der Deutschen befürwortet. Ausführlich mit den Möglichkeiten der Technologie auseinandergesetzt hat man sich auf dem KI-Festival in Heilbronn, das am Wochenende zu Ende ging. Unter dem Motto “Herz, Verstand und Körper einnehmen” konnten Interessierte Künstliche Intelligenz mithilfe von Workshops und Ausstellungen interaktiv ergründen, mit dem Ziel, Berührungsängsten im Umgang mit der Technologie vorzubeugen, wie auch schon im vorherigen Jahr. Gesponsert wurde das Event, an dem über 35 Austeller:innen und Expert:innen aus den Bereichen Wissenschaft und Kultur teilnahmen, von der Programmierschule 42 Heilbronn und der Dieter Schwarz Stiftung

Auch wenn das Festival den Schwerpunkt überwiegend auf Austausch und Vernetzung der Bildungsbranche, waren zahlreiche andere Aktionen am Start: Für die Sportbegeisterten unter den Besucher:innen wurden ein Kletterturm, ein Volleyballturnier sowie ein Tretbootverleih angeboten. Für den Hunger zwischendurch gab es internationale und lokale Leckereien, auch für Veganer und Vegetarier. In diesem ungewöhnlichen Umgang liegt der Reiz am KI-Festival. Es handelte sich um keine Fachtagung, sondern um eine lockere Veranstaltung, die auch KI mit einbezieht.

Dennoch waren die Hauptattraktionen des Festivals die zahlreichen Möglichkeiten zur Wissensaneignung. Auf der Bühne selbst sprachen zahlreiche Akteure, darunter auch Prof. Dr. Nicola Marsden, Forschungsprofessur im Bereich Sozioinformatik, welche einen Fokus darauf setzen will, wie KI Geschlechtergerechtigkeit fördert und Daniel Jung, bekannt durch seine Lehrvideos im Bereich Mathematik und nun mit einem Blick darauf, wie KI das Lernen und Lehren unterstützen kann. Unter anderem stellte Jung den KI-Lernassistenten AIEDN (AI in Education) vor. Jacob Beautemps, bekannt als deutscher YouTuber und als Kopf hinter der für den Grimme-Preis nominierten Dokureihe “Science for Future”, war ebenfalls zugegen für ein Live-Quiz rund um das Thema KI. 

Das Programm begann an beiden Tagen um 11 Uhr, am Samstag mit dem Beginn des Volleyball-Turniers und am Sonntag mit der ersten Yoga-Session des Tages. Die Veranstaltung endete am Samstag um 21 Uhr mit musikalischer Untermalung am BUGA Beach, und am Sonntag um 19:15 Uhr mit den Klängen der DJ’s, darunter auch Paul Glemser, Steve Money, Linus Villa und JOSHA. Bis dahin konnten die Aussteller von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr und von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr unter die Lupe genommen werden. Darunter gehören die Schwarz IT hinter Kaufland und Lidl, welche ChatGPT schon zur Alterserkennung nutzen, Skyspirit Gmbh welche ihren Roboter-Schwarm zum Lenken mit der KI-Gesten-App freigeben, Tum Venture Labs Heilbronn, die für alle Fragen rund um das Thema Start-up zur Verfügung standen, und viele mehr. 

Bei einem Event rund um Künstliche Intelligenz darf KI selbst – als Hauptakteur –nicht fehlen. Der Objekt erkennende und sortierende Roboterarm von SCHUNK und die Industrie-Kameras der Firma IDS waren nur zwei von vielen technischen Errungenschaften, die es zu bestaunen gab. Service-Roboter zuständig für das Servieren von Essen und Trinken, Industrieroboter zum Optimieren von Arbeitsprozessen wie dem Sortieren von Schrauben, aber auch ein zum Spielen bittenden Roboterhund, tummelten sich zwischen den Besucher:innen und boten ihre Dienste an, oder konnten ausprobiert werden. Roberta Mucha vom KI-Salon Heilbronn war erfreut über die Menschenmasse: “Wir wollen niedrigschwellige Angebote schaffen, die möglichst viele Menschen ausprobieren sollen oder sich darüber austauschen möchten.”

Dieses Ziel scheint mit den tausenden Besucher:innen gelungen zu sein. Das Festival konnte viele junge Menschen, aber auch Interessent:innen aus allen anderen Altersgruppen zu sich locken. Vielleicht konnten diese so nahen Roboter einige zu Interaktion bei den etwaigen Ständen rund um das Thema ‘KI Weiterbildung und Anwendung’ lernen.

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