Mental Health von Schülern – Wie Lehrer helfen können

Bildquelle: Total Shape

Dass der Ton unter Kindern häufig rau werden kann, ist kein Geheimnis. Auch dass Mobbing für viele Schüler:innen zur Tagesordnung gehört, ist ein altbekanntes Problem. Da sich viele Schüler:innen zudem noch in der schwierigen Zeit der Pubertät befinden, bilden sich schon bei jungen Menschen häufig Probleme mit der mentalen Gesundheit. 

Im Folgenden haben wir Tipps gesammelt, wie Lehrkräfte helfen können, dass die Schule ein möglichst positiver Ort ist, der die psychische Gesundheit der Schüler:innen und auch Lehrer:innen schont.

Was können Lehrkräfte tun, um die mentale Gesundheit der Schüler:innen zu schützen

Psychische Gesundheit ist ein sehr wichtiges Thema, das in den letzten Jahren immer mehr entstigmatisiert wurde. Galt es vor einiger Zeit noch als Tabu, über solche Themen offen zu reden, wird das heute als deutlich normaler und förderlicher angesehen. Durch Druck der Eltern, die Unsicherheiten der Pubertät oder durch mögliches Mobbing kann auch die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stark angegriffen werden. Da diese einen großen Teil ihres Lebens in der Schule verbringen, ist es wichtig, dass Lehrer:innen sich in diesem Gebiet auskennen und den Kindern und Jugendlichen bis zu einem gewissen Grad behilflich sein können.  

Ein wertschätzender Umgang miteinander ist die Basis für ein gutes Lehrer-Schüler-Verhältnis. Ist diese Basis vorhanden, haben sowohl Lehrer:innen als auch Schüler:innen weniger Stress und Sorgen, was sich wiederum positiv auf die psychische Gesundheit beider Parteien auswirkt. 

Eine Variante, das zu erreichen, ist es, genaue Verhaltensregeln aufzustellen. Die Schüler:innen sollten bei ihrer Entwicklung dabei sein und ein Mitspracherecht bekommen. Dadurch fühlen sie sich eingebunden, wodurch sie Selbstvertrauen und ein größeres Selbstwertgefühl entwickeln. 

Zudem sollten Lehrkräfte Weiterbildungsmöglichkeiten zu dem Thema nutzen. Es gibt viele hilfreiche Programme, in denen Deeskalation, Mobbing, Stressbewältigung oder Streitschlichtung besprochen werden. Die Teilnehmer:innen lernen hier, wie sie die Schüler:innen dabei unterstützen können, geistig und körperlich fit zu bleiben und dadurch seelischen Ausgleich zu finden. In Fortbildungen wie diesen lernen Lehrer:innen außerdem, wie sie den Schüler:innen bis zu einem gewissen Punkt selbst helfen können, aber auch ab wann sie sich an professionelle  Hilfe wenden sollten. Eine Möglichkeit, die Schüler:innen mit dem Thema mentale Gesundheit in Kontakt zu bringen, wäre ein schulinterner Workshop, in dem das Thema ausführlich besprochen wird. Auch eine Schulstunde, die dem Thema gewidmet ist, wäre sinnvoll, um die Schüler:innen mit der Thematik vertraut zu machen.  Wichtig ist es auch, dass es einen Ansprechpartner gibt, zum Beispiel einen Vertrauenslehrer oder Schulpsychologen, an den sich die Schüler:innen  jederzeit wenden können. 

Between The Lines

Um vor allem jüngeren Menschen beim Umgang und der Verbesserung ihrer mentalen Gesundheit zu helfen, gibt es zahlreiche Online-Tools. Diese holen die Schüler:innen dort ab, wo sie häufig sind: am Handy und im Internet.  Eines dieser Tools ist die App “Between The Lines” (iOS/Android).  Diese kostenlose und werbefreie App ist auf das Thema psychische Gesundheit von Jugendlichen spezialisiert. Dem Nutzer wird dabei schnelle und unkomplizierte Hilfe bei psychischen Problemen geboten. Dem User, der auch anonym bleiben kann, werden validierte Anlaufstellen in seiner Nähe angezeigt, welche er online, per Telefon oder vor Ort aufsuchen kann. Auch für Lehrer:innen ist diese App interessant. Ein Team aus Expert:innen klärt in der App über häufige Probleme, psychische Krankheiten und typische Fragen von Kindern und Jugendlichen zu dem Thema auf. Zudem werden verschiedene Medien, zum Beispiel Videos oder Podcasts von Personen des öffentlichen Lebens gesammelt, die von ihren Erfahrungen mit dem Thema psychische Gesundheit berichten.

Es gibt viele Möglichkeiten für Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schülern in dieser turbulenten Phase ihres Lebens zu unterstützen. Wichtig ist es, sich mit dem Thema der psychischen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen zu befassen, sich in dem Bereich weiterzubilden und das Thema ernstzunehmen. Betreibt man dann eine gute Kommunikation und bezieht die Schüler:innen in einige Entscheidungen mit ein, hat man eine gute Basis gelegt. Wenn sich die Schüler:innen in der Schule wohlfühlen, bilden sie Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein aus, was ihnen in ihrem ganzen Leben helfen wird. 

Weitere hilfreiche Tipps sind hier und hier zu finden. 

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