Cyberattacken in Karlsruhe: Bildungseinrichtungen immer häufiger von Hackerangriffen betroffen

Von
Theo Westphal
|
25
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March 2023
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Karlsruhe. Im vergangenen Februar sind acht Karlsruher Schulen Opfer eines großen Hackerangriffs geworden. Über eine eingeschleuste Schadsoftware wurden sämtliche Systemdaten verschlüsselt. Wer hinter der Cyberattacke steckt, ist bisweilen unbekannt, jedoch wird pro Schule ein in Bitcoin auszuzahlendes Lösegeld von 41.000 Euro gefordert. Dass Bildungseinrichtungen Cyberkriminalität erfahren, ist keine Seltenheit. Allein  binnen der letzten 15 Monate hat es über 30 registrierte Hackerangriffe auf deutsche Schulen und Universitäten gegeben.

Die Konsequenzen der Cyberattacke waren gravierend. Aus Sicherheitsgründen hat das Amt für Informationstechnik und Digitalisierung in Karlsruhe alle Server der 77 städtischen Schulen herunterfahren lassen, sodass die Schulen mehrere Wochen mit starken Einbußen im pädagogischen Betrieb und in der Verwaltung auskommen mussten. Genauere Informationen zur Vorgehensweise der Täter und den angegriffenen Systemen enthält die Stadt der Öffentlichkeit, aufgrund laufender Polizeiarbeiten noch vor.

Cyberattacken häufen sich im Bildungswesen

Der deutsche Bildungsserver berichtet, dass es nur wenige Ziele gibt, die so häufig wie das Bildungswesen unter den Auswüchsen der Cyberkriminalität leiden. Zurückzuführen ist das auf vielerlei Gründe. So sind Schulen und Universitäten zentralisierte Lagerplätze sensibler und persönlicher Informationen wie Geburtsurkunden oder Sozialversicherungsnummern. Es ist also nur ein Angriff auf ein einziges System notwendig, um viele relevante und private Informationen über viele verschiedene Menschen herauszufinden. Außerdem benötigt es meist kein großes Geschick, sich mit der informationstechnischen Infrastruktur von Universitäten vertraut zu machen, da beispielsweise alle in einer Universität eingeschriebenen Menschen einen Zugang zu der jeweiligen Infrastruktur bekommen. Dazu kommen die knappen finanziellen und personellen Ressourcen des Bildungswesens, die einer angemessenen IT-Infrastruktur und notwendigen Fach-Know-how oftmals im Wege stehen. Die meisten Erpressungstrojaner gelangen über das E-Mail-Postfach in die Systeme und werden von Lehrkräften oftmals nicht erkannt.

Um Lehrkräften die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie benötigen, gibt es mit dem Digitalführerschein (DiFü) inzwischen neues digitales Lernangebot für Lehrkräfte, welches rund um das Thema Digitalisierung unterstützt und sämtliche Fragen zu Cybersicherheit, digitaler Unterrichtsgestaltung und vielen weiteren Themen beantwortet. Entworfen und verwirklicht wurde das Projekt von Deutschland sicher im Netz e.V. und der Mutterorganisation von Lehrer-News, Zukunft Digitale Bildung. Zum DiFü kommt Ihr hier.

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