Neues Schuljahr, alte Probleme?

Von
Julia Wessner
|
21
.
September 2022
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Mit Bayern ist Mitte September auch das letzte Bundesland in das neue Schuljahr gestartet. Lehrer:innen und Schüler:innen müssen sich mit alten Problemen, wie der COVID-19 Pandemie, sowie neuen Ausnahmesituationen, wie den Folgen des Ukraine-Krieges, auseinandersetzen. Wie gehen die Schulen mit diesen Situationen um?

Neues Schuljahr in Krisenzeiten 

In allen Bundesländern hat mittlerweile das neue Schuljahr 2022/23 begonnen. An Herausforderungen mangelt es nicht. Durch den anhaltenden Angriffskrieg Russlands in der Ukraine sind viele ukrainische Kinder nach Deutschland geflohen und gehen nun hier zur Schule. Ende August handelte es sich hierbei um mehr als 160.000 Schulkinder bundesweit. 

 

Diese Ausnahmesituation ist für alle Beteiligten nicht leicht. Viele der Kinder haben mit einem Kriegstrauma zu kämpfen, sind unruhig und unsicher. Unter anderem wissen sie nicht, wie lange sie überhaupt in Deutschland bleiben werden. Dadurch wird es für Lehrer:innen teilweise schwer diese Kinder zu unterrichten, zumal es oft eine Sprachbarriere gibt. 

Dauerbrenner: Lehrermangel 

Durch die zusätzlichen 160.000 Schülerinnen und Schüler wird auch ein anderes Problem wieder deutlich: der Lehrermangel. Nach Schätzungen des deutschen Lehrerverbandes fehlen zu Beginn des Schuljahres 2022/23 rund 40.000 Lehrer:innen. Tendenz steigend. Besonders dramatisch ist die Situation seit längerer Zeit in Berlin. Nur 60 Prozent der ausgeschriebenen Lehrstellen waren Anfang des letzten Schuljahres besetzt. Größere Klassen sowie die Streichung von Förderangeboten sind oftmals die Folge. 

Energiekrise soll Schulen nicht beeinträchtigen

Es gibt aber auch positivere Nachrichten zu Beginn des neuen Schuljahres. Von der derzeit sehr aktuellen Energiekrise sollen Schulen kaum betroffen werden. Schulen, zusammen mit Universitäten und Hochschulen, sind laut dem Präsidenten der Bundesnetzagentur Klaus Müller “geschützte Kunden” und genießen bei der Versorgung mit Strom und Heizwärme oberste Priorität. 

Auch die Covid-19 Pandemie spielt eine weitaus geringere Rolle als noch vor einem Jahr. 

Trotz der vielen neuen und auch alten Probleme und Herausforderungen gibt es also auch positive Nachrichten zu Beginn des neuen Schuljahres.

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